Aus den Helmstedter Nachrichten
zu unserem 50jährigen Bestehen im August 1999

BelegschaftsfotoVELPKE. In dieser Woche wird in der Firma Wapenhans GmbH, die sich überwiegend mit Bedachungen und Fassaden beschäftigt, gefeiert. Der Grund ist das 50jährige Bestehen des Familienunternehmens, in dem jetzt schon die dritte Generation arbeitet. Am Sonnabend findet eine interne Feier auf dem Hof statt.

Im Jahr 1949 gründete Willi Wapenhans, der aus Alleringersleben stammte, in Velpke den Betrieb an der Maschstraße. Dort befanden sich das Wohnhaus der Familie sowie das Lager der Firma, in der damals außer dem Chef noch ein Geselle und ein Helfer tätig gewesen waren. Im Jahr 1936 war die Familie Wapenhans bereits nach Velpke gezogen.

Mit Handwagen, Leiter und ein paar Eimern sowie einer Handsäge war Willi Wapenhans vor 50 Jahren unterwegs zu den Kunden, ehe im Laufe der Jahre später Motorräder und danach Kraftfahrzeuge eingesetzt wurden. "Viele Dächer in Wolfsburg hat der Vater gebaut", blickt der 60jährige Sohn Günter Wapenhans zurück, der den Dachdecker-Beruf ein Jahr im väterlichen Unternehmen sowie zwei Jahre im Betrieb Richter erlernte. Der Vater starb im Jahr 1989. Als Geselle ging Günter Wapenhans zunächst auch im Unternehmen des Vaters seinem Beruf nach, war zwischendurch ein Jahr in Pattensen bei Hannover in einer Firma, ehe er die Meister-Fachschule in Eslohe in Sauerland besuchte und die Meisterprüfung erfolgreich ablegte. Auf diese Schule ging ebenfalls dessen Sohn Stefan, der seine Dachdecker-Ausbildung nur im Betrieb seines Vaters absolvierte. Schon im Alter von 22 Jahren gelang es Stefan Wapenhans nach erfolgreicher Prüfung im vergangenen Jahr, den Meisterbrief zu erhalten.

In dem Unternehmen sind heute außerdem acht Gesellen, zwei Meister und zwei Büroangestellte sowie ein Lehrling beschäftigt. Von der Familie Wapenhans arbeiten die Ehefrau des Seniors und die Frau des Juniors im Büro. Die vierte Generation ist übrigens auch schon in Wartestellung: Bastian, der Sohn von Doreen und Stefan Wapenhans, wurde vor fünf Monaten geboren.

Seit 1980 befindet sich die Firma Wapenhans mit Wohnhaus auf einem 5000 Quadratmeter großen Gelände an der Industriestraße 10, wo vorher nur ein Rübenacker vorhanden war. Günter Wapenhans engagiert sich sehr stark in der Dachdecker-Innung der Kreishandwerkerschaft Helmstedt, in der er stellvertretender Obermeister und seit 23 Jahren Lehrlingswart sowie Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist. Über die Treue der Firmenmitarbeiter freut sich der Ausbilder: "Mein erster Lehrling aus dem Jahr 1967 ist immer noch dabei, ferner haben alle anderen Mitarbeiter, bis auf einen, auch in unserem Betrieb gelernt".

In den 50 Jahren habe sich an den Arbeitsbedingungen, an den Materialien und den Unterbauten viel verändert. Als neues Arbeitsfeld sei die Asbestentsorgung hinzugekommen. N.R.